Die Gabe des Winters

Die Gabe des Winters

Fantasy Roman
Eine Burg im eisweißen Wald Areas. Eine verloren
geglaubte Wintergabe. Eine mutige Frau, die vergessen muss wer sie ist, um ihr Leben zu retten.
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Die Helden

Nuria sagt:

»Ich weiß nicht, wie es ist, Magie in sich zu tragen. Als sie verschwand war ich noch ein Kind. Das Sprechen darüber ist seither verboten, was die Tage in Pago noch eintöniger macht. Meistens verbringe ich sie im eisigen Wald, wo ich versuche, Nahrung aufzutreiben. Justor, mein überfürsorglicher Bruder, hätte es am liebsten, ich würde das Dorf nie verlassen. Aber ich habe meinen eigenen Kopf – auch wenn der mich sehr bald in Schwierigkeiten bringt ...«

Justor sagt:

»Die Gabe des Winters existiert! Ich weiß es sicher, und lieber sterbe ich bei dem Versuch sie mir zu holen, als weitere zehn Schneejahre hinzunehmen. Wenn ich doch nur schon Vogt von Pago wäre, dann hätte ich die Macht mein zweitgrößtes Problem zu lösen: Nuria! Niemand bedeutet mir mehr. Niemand bringt sich häufiger in Gefahr. Ich muss ihr Einhalt gebieten, bevor ein Unglück geschieht, und jener alte Schwur und die Pflicht Pago zu retten mich zerreißen!«

Lord Tarik sagt:

»Die Sturheit meiner Untertanen macht mich rasend! Habe ich ihnen nicht schon alles genommen, um sie zum Gehorsam zu zwingen? Ihre Magien! Das Jagdrecht! Jede Fröhlichkeit! Was muss ich noch tun, damit sie Burg Griseo endlich fernbleiben? Sie sagen, ich habe mein Volk vergessen und mein Herz ist wie das Eis über dem Land! Was wissen sie schon? Niemand kennt die Wahrheit. Vergangenes lässt sich nicht einfach ändern – durch keine meiner mächtigen Magien!«

Inhalt

Pago! Ein ärmliches Dorf im Herrschaftsgebiet von Lord Tarik. Heimat der rebellischen Nuria und ihres geliebten Bruders Justor. Obwohl sie der Familie der Vögte angehören, unterscheidet sich ihr Leben durch nichts von dem der Armen. Sie hungern und frieren im dichten Schnee, der seit zehn Jahren das ganze Land bedeckt.

Die Menschen Areas haben ihre früher allgegenwärtigen Magien verloren. Auf die Frage nach dem Warum, dringen bloß bruchstückhafte Legenden von Burg Griseo durch die frostige Stille: Dass der Schnee mit Griseo in Zusammenhang steht. Dass Lord Tarik - dem Wahnsinn verfallen - besessen ist, von seiner schönen Gemahlin Lady Miriam, die schon lange niemand mehr gesehen hat. Dass man beim Betreten der Burg eine geheimnisvolle Wintergabe erhällt, die alle Menschen im Land zu retten vermag.

Bei den unzähligen Versuchen der Wahrheit auf den Grund zu gehen, scheitern Justor und die Männer Pagos wiederholt. Dann, als Not und Hunger schließlich ins Unermessliche wachsen, kann auch Nuria ihr kämpferisches Wesen nicht länger unterdrücken. Getrieben von dem Willen, Pagos Schicksal endlich zu wenden, begeht sie eine große Dummheit. Justor will seine Schwester wie so oft in letzter Sekunde aufhalten, doch diesmal es ist bereits zu spät! In den winterweißen Wäldern Areas bricht sie eines der strengen Gesetze, die den Menschen am Anfang des großen Schnees auferlegt worden waren. Lord Tarik und seine dunklen Reiter erwischen Nuria auf frischer Tat. Seit ihrer Kindheit hat sie den Herrscher nicht mehr gesehen. Trotz ihres Hasses auf ihn stellt sie atemlos fest: Er ist nicht nur angsteinflößend und mächtig, sondern auf eine verwirrende Weise auch wunderschön!

In Gedanken schon auf der Schwelle des sicheren Todes, tut Lord Tarik plötzlich etwas Merkwürdiges. Er stellt Nuria vor eine grauenvolle Wahl, die ganzes Leben verändern wird ...